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Er hat bis zu seinem Tod an  neuen Ideen gearbeitet


Gamemob sprach mit Herbert Feuerstein über seinen Freund Alex Randolph, den Spieleautor, der im Alter von 82 Jahren verstarb.

Wie, wo und wann haben Sie Alex Randolph getroffen?
Foto: Alex Randolph und Spiele


1957 in einem Wiener Kaffeehaus – ich war damals 20. Später in Boston, New York, und zuletzt immer wieder in Venedig, wo er seit Jahrzehnten wohnte.

Wie kamen sie auf die Idee gemeinsam ein Spiel zu entwickeln? - Und dann auch noch speziell „Twixt“. Ist ihnen das beim Tanzen auf einer Party eingefallen?

Er war der Erfinder, ich sein erster Spielpartner. ‚Twixt’ ist ein anspruchsvolles Kombinationsspiel, für das es eine große Gemeinde im Internet und eigene Meisterschaften gibt.

Haben Sie noch andere Spiele mit ihm zusammen entwickelt?

Ein MAD-Spiel namens ‚Spion und Spion’. Ich verfasste die Spielanleitung und bekam sogar einen Preis dafür.

Haben Sie mit Alex Randolph privat gespielt?

Sehr oft.

Was am liebsten?

Seine eigenen. Er hat mir auch immer wieder Spiele vorgeführt, die noch gar nicht auf dem Markt waren.

Gab es dann ein gutes Essen dazu?

Erst hinterher.

Hat er gemogelt, bzw. was für ein Spieletyp war er?
(ehrgeizig, konnte er verlieren, durfte man beim Spielen reden etc.)


Er gewann fast immer. Mogeln ist bei seiner Art von Spielen sinnlos, manchmal auch unmöglich.

Was hat Alex Randolphs Spiele ausgezeichnet?

Die Originalität. Jedes seiner weit über 100 Spiele enthält etwas, was es nirgendwo anders gibt.

Was hat ihn als Mensch und Freund ausgezeichnet ?

Sein sanfter Humor.

Macht Spiele erfinden eigentlich reich?

Wenn man von einem einzigen Spiel (‚Sagaland’) 3 Millionen Stück verkauft und von einem Kinderspiel (‚Tempo, kleine Schnecke’) 7 Millionen, muss man nicht hungern.

Gibt es noch Ideen von Alex Randolph, die nicht mehr auf den Markt gekommen sind – war er also noch aktiv im der Spielebranche?

Er hat bis zu seinem Tod an neuen Ideen gearbeitet.

Welches Spiel haben Sie sich zuletzt gekauft?

Keins. Alex hat sie mir alle geschenkt.

Die unvermeidliche Inselfrage: welches Spiel hätte Alex Randolph mit auf eine einsame Insel genommen? (Sagen wir, Sie oder andere Mitspieler gäb´s zum gewählten Spiel dazu)

Schach, dazu brauchte er nicht mal einen Partner.

[OLLIE@GAMEMOB.DE]



Den Artikel 'Ende eines großen Spiels', Nachruf auf Alex Randolph, lesen. Weiter
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