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Spielen (von althochdeutsch spil Tanzbewegung) ist eine Tätigkeit, die zwanglos und zweckfrei nur aus Freude an ihrer Ausübung, ihrem Inhalt oder ihrem Ergebnis ausgeführt wird. Ihrem Wesen nach sind solche Tätigkeiten nicht der Arbeit (Gesellschaft)|Arbeit, sondern der Freizeit zugeordnet und dienen in der Regel dem lustbetonten Zeitvertreib des Spielers oder einer Spielgesellschaft.

Die angeborene Neugier und Lust zum Spiel wird entwicklungspsychologisch als die Haupttriebkraft der frühkindlichen Selbstfindung und späteren Sozialisation des Menschen angesehen. Danach reflektiert, erforscht und erkennt der Mensch die Welt zuerst im Kinderspiel. Die Rolle des Spielens in der Gesellschaft erforscht die Ludologie.

Inhaltsverzeichnis

Spiel und Nicht-Spiel

Die Tätigkeit eines Menschen oder eines Tieres ist kein Spiel, wenn sie erzwungen und zweckgebunden ist, das heißt unmittelbar der Pflichterfüllung, Notdurft bzw. Suchtbefriedigung, Schadensabwendung oder Schmerzvermeidung geschuldet ist. Es gibt jedoch keine genauen Abgrenzungen, so wie beim Lernspiel, das dem Zweck des Lernens dient, aber dennoch spielerisch sein soll. Es kommt auf die jeweilige Soziale Rolle bzw. Soziale Funktion des Beteiligten im betreffenden Spiel oder Nicht-Spiel und auf die Sichtweise des Beobachters an.

Literatur

  • Manfred Eigen, Ruthild Winkler: Das Spiel. Piper Verlag.
  • Linda Walz und Gerhard Seidl (Hrsg.): Lust am Spielen: Lesebuch einer Leidenschaft. Serie Piper Bd.3493.
  • Franz Müller-Spahn, Jürgen Margraf: Wenn Spielen pathologisch wird. 2003
  • Johan Huizinga: Homo ludens. Vom Ursprung der Kultur im Spiel. Rowohlts Enzyklopädie Nr.55435.

Zitate

Um es auf einmal herauszusagen, der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt. - (Friedrich Schiller (Über die ästhetische Erziehung des Menschen)

Durch spielerisches Experimentieren kamen vermutlich ebenso viele Durchblicke zustande wie durch planmäßiges Abarbeiten vorgegebener Programme. - Werner Winkler (Probleme schnell und einfach lösen, S. 170)

"Das Spiel ist das einzige, was Männer wirklich ernst nehmen. Deshalb sind Spielregeln älter als
alle Gesetze der Welt." - Peter Bamm

Siehe auch


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Artikelinfo: Letzte Änderung: 20:19, 23. Nov 2004 | Aufrufe: 3707
Basiert auf der Arbeit von Uli SarahPatrici und Gelb und Anonymous
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